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Zahnfleischentzündung

Zahnfleischentzündung

Eine Zahnfleischentzündung – auch Gingivitis genannt – kann der Vorbote einer Parodontose sein. Gleichzeitig kann eine Zahnfleischentzündung aber auch durch verstärkte Zahnpflege zu Hause abgewendet werden. Und damit sei auch schon die wesentliche Maßnahme zur Vorbeugung von Zahnfleischentzündung genannt. Unser 11880.com-Zahnarzt-Ratgeber nennt Ursachen, Symptome und Risiken einer Zahnfleischentzündung.

Was ist Zahnfleischentzündung?

zahnfleischentzuendung
© zlikovec - istockphotos.com

Die Zahnfleischentzündung ist eine Infektion des Zahnfleisches, die meistens von Bakterien verursacht wird. Aber auch Viren oder Pilze können in selteneren Fällen eine Zahnfleischentzündung verursachen. Infolge zu geringer Zahnhygiene zeigt sich die Zahnfleischentzündung durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Die Behandlung kann durch einen Zahnarzt vorgenommen werden, in manchen Fällen ist aber bereits eine intensivierte Mundhygiene daheim ausreichend, um die Zahnfleischentzündung zu lindern.

Ursachen für Zahnfleischentzündung

Wenn Sie nicht regelmäßig oder zu nachlässig Ihre Zähne putzen, bereiten Sie damit Bakterien in Ihrem Mund den Weg zu einem angenehmen Leben. Ihr eigenes Leben machen Sie sich so aber schwerer, denn zu wenig Zahnhygiene sorgt für viele Mundkrankheiten an Zähnen oder Zahnfleisch. Eine davon ist Gingivitis: Die Zahnfleischentzündung wird durch zu geringe Zahnhygiene verursacht. Bakterien siedeln sich am Zahnfleischrand im Zahnbelag an und greifen dort das Zahnfleisch an.

Wie verläuft die Zahnfleischentzündung genau?

In unserem Mund gibt es eine bestimmte Ansammlung an Bakterien, die immer dort sind. Diese Mundflora besteht aus krankheitserregenden Bakterien, aber auch solchen, die Gutes für die Mundflora tun. Durch zu geringe Mundhygiene, schlechte Ernährung, Alkohol, Kaffee oder Rauchen ziehen sich die „guten“ Bakterien zurück und überlassen den Krankheitserregern das Feld. Zugleich bildet sich auf den Zähnen Plaque, Zahnbelag, der den Nährboden für Bakterien darstellt. Hier nisten sich immer mehr Bakterien ein, die die Speisereste in der Plaque konsumieren (besonders Zucker und Eiweiße) und mit ihren schädlichen Stoffwechselprodukten Zahnschmelz und Zahnfleisch angreifen.

Wenn Plaque nicht entfernt wird

Ein Prozess, der ausschließlich deswegen stattfinden kann, weil die Zähne nicht ausreichend oder zu wenig geputzt werden. Die Plaque sammelt sich andauernd im Mund – durch Speichelfluss und Nahrungsaufnahme – und legt sich auf die Zähne. Sie müssen wenigstens alle 12 Stunden Plaque entfernen, indem Sie gut Ihre Zähne putzen, da hier sonst nicht nur Zahnfleischentzündung entstehen kann. Bakterielle Plaque begünstigt auch Karies, Parodontose, Zahnstein und natürlich Mundgeruch.

Weitere mögliche Ursachen für Zahnfleischentzündung

Doch es gibt auch ein Risiko für Zahnfleischentzündung, wenn Sie eigentlich stets für eine gute Mundhygiene sorgen. Meinen Sie es vielleicht zu gut und putzen zu viel? Oder zu fest? Oder nutzen Sie eine zu harte Zahnbürste? Auch Fehler beim Zähneputzen können zu einer Zahnfleischentzündung führen. Außerdem sind folgende Aspekte einer Zahnfleischentzündung zuträglich:

  • Diabetes
  • Schwangerschaft
  • Pubertät
  • Stress
  • Mangel an Vitamin C
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • bestimmte Medikamente

Woran erkennt man eine Zahnfleischentzündung?

Gesundes Zahnfleisch blutet nicht so schnell. Sie selbst können daher Verdacht auf Zahnfleischentzündung hegen, wenn Sie beim Zähneputzen Blut ausspucken. Ist die Zahnpasta damit vermischt oder sehen Sie vielleicht beim Obstessen leichte rötliche Spuren auf dem Obst, können dies Indizien für eine Zahnfleischentzündung sein. Konsultieren Sie bei einem solchen ersten Verdacht unbedingt einen Zahnarzt.

Zahnfleischentzündung-Diagnose beim Zahnarzt

Der Experte erkennt eine Zahnfleischentzündung schon auf den ersten Blick, denn die Symptome sind charakteristisch. Das Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen, etwas aufgeweicht und blutet bei Berührung. Zudem kann sich bei Zahnfleischentzündung aufgrund der bakteriellen Problematik leicht auch Mundgeruch als weiteres Symptom einstellen. In schweren Fällen von Zahnfleischentzündung kann das Zahnfleisch auch absterben, was mit starken Schmerzen, Fieber und starkem Mundgeruch einhergeht.

Behandlung einer Zahnfleischentzündung

Nachdem die Diagnose auf Zahnfleischentzündung lautet, nimmt der Zahnarzt die Behandlung mit dem Parodontalen Screening Index auf, um die Schwere Zahnfleischentzündung und die Position(en) der Zahnfleischentzündung festzustellen.
Anschließend können auch Röntgenaufnahmen folgen, um eventuelle Folgeerkrankungen der Zähne und des Kiefers auszuschließen. Achtung: Eine länger unbehandelte Gingivitis führt oftmals zu einer Parodontose, bei der sich der gesamte Kiefer entzünden kann!

Zahnfleischentzündung Hausmittel

Doch so weit müssen Sie es natürlich gar nicht kommen lassen. Es gibt gegen Zahnfleischentzündung Hausmittel, die Sie täglich anwenden können, um die Zahnfleischentzündung abzuwenden. Das Zauberwort ist hier – wie auch bei der Vermeidung aller anderen Krankheiten an Zähnen oder Zahnfleisch – Zähneputzen, und das gut und gründlich. Täglich mindestens zweimal, mindestens zwei Minuten lang und auch die Zahnzwischenräume nicht vergessen. Gehen Sie zudem alle sechs Monate zu Ihren Vorsorgeuntersuchungen, lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen und schließen Sie somit die größten Risiken von Zahnfleischentzündung und Co. effektiv aus.


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