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Zahnfüllung kosten

Zahnfüllung kosten

Was kann eine Zahnfüllung kosten? Eine gute Frage, die Sie sich schon zum Teil selbst beantworten können, wenn Sie sich bereits für ein Material für Ihre Zahnfüllung entschieden haben. Denn das ist der Hauptfaktor für die Kosten der Zahnfüllung. Den Rest – also die konkreten Zahlen zu den jeweiligen Füllungen – sagt Ihnen jetzt unser 11880.com-Zahnarzt-Ratgeber.

Welche Zahnfüllungen gibt es?

Zahnfüllungen sind unerlässlich, wenn Sie ein Loch im Zahn haben oder einen Zahnunfall hatten. Die Art der Zahnbeschädigung kann unter Umständen einen gewissen Einfluss auf die Materialwahl für die Zahnfüllung haben, meistens haben Sie aber die Wahl. Je nach Material unterscheiden sich auch die Kosten.

So viel kann eine Zahnfüllung kosten:

Zahnfüllung: Material Unterschiede

Zahnfuellung aus Amalgam
© s:Eraxion - istockphotos.com

Einige Materialien, wie z. B. Amalgam, sind jedoch nicht für jeden Patienten eine Option. So dürfen Schwangeren, Stillenden und Kindern bis 15 Jahren keine Füllungen aus Amalgam eingesetzt werden, da Amalgam u.a. Quecksilber enthält und es weiterhin gesundheitliche Bedenken gibt. Auch für Patienten mit einer nachgewiesenen Amalgam-Allergie oder mit schweren Nierenproblemen kommt eine Füllung aus Amalgam nicht infrage. In solchen Fällen übernehmen Krankenkassen häufig auch die Kosten für eine Kompositfüllung im Seitenzahnbereich.

Neben reinem Komposit gibt es auch den Füllstoff Kompomer, welcher aus Glas-Ionomer-Zement und Komposit besteht. Dieser dient oft als provisorische Füllung an Seitenzähnen oder als Füllungsmaterial für Milchzähne. Insbesondere bei kleinen Schäden am Zahnhals, die durch Karies verursacht wurden, werden Glasionomerzemente eingesetzt. Sie enthalten nämlich Fluorid, welches der Entstehung von Karies an den Füllungsrendern entgegenwirkt. Auch hier gilt wieder, dass bei einer Allergie auf eine Alternative zurückgegriffen werden muss.

Das Thema Haltbarkeit sollte bei der Entscheidung für eine Zahnfüllung nicht außer Acht gelassen werden. Die Haltbarkeit hängt von Material, Position, Größe und dem individuellen Kauverhalten ab und ist deswegen nicht eindeutig von vornherein feststellbar. Generell besitzen Füllungen aus Gold und Keramik mit bis zu 15 Jahren die längste Haltbarkeit, während eine Amalgamfüllung im Schnitt bis zu zehn Jahre hält und Kunststofffüllungen sechs bis acht Jahre überdauern. Sobald eine Zahnfüllung jedoch brüchig, defekt und/oder unansehnlich oder Karies zwischen der Füllung und dem Zahn sichtbar wird,  sollte die Füllung noch vor der "eigentlichen" Ablaufzeit ausgetauscht werden.

Inlays und Veneers

Zahnfüllungen gibt es in zwei Formen: Einmal plastische Füllungen, die direkt in das Loch gefüllt werden und formbar sind. Und dann noch Einlagefüllungen, die sogenannten Inlays, die anhand der Abdrücke der Zähne bzw. Löcher passgenau angefertigt und eingeklebt werden. Gerade bei größeren Kariesschäden entscheiden sich Betroffene häufig für die Inlayvariante. Am häufigsten werden Inlays aus Gold und Keramik verwendet, aber auch Kunststoffinlays sind erhältlich. Bevor ein Inlay befestigt werden kann, muss jedoch erst ein Teil der natürlichen Zahnsubstanz entfernt werden, weshalb sie sich nicht für alle Zähne eignen.

Gerade bei rein ästhetischen Schäden können u.U. auch Veneers verwendet werden. Die hauchdünnen Keramikschalen werden auf die Zähne geklebt und verdecken so die unansehnlichen Stellen. Wie schon bei einem Inlay, muss auch bei einem Veneer ein Teil der Zahnsubstanz abgeschliffen werden, weshalb Zahnärzte die Zähne erst überprüfen müssen.

Welche Zahnfüllung Kosten übernimmt die Versicherung?

Je nach Füllungsmaterial und Position kann eine Zahnfüllung Kosten verursachen, die die Krankenversicherungen komplett übernehmen oder eben nicht. Amalgamfüllungen und Zementfüllungen werden in der Regel immer von der gesetzlichen Kasse übernommen, im Frontzahnbereich (Schneide- und Eckzähne des Ober- und Unterkiefers) aber auch Kompositfüllungen. Allerdings kann es bereits bei dieser Variante erste Einschränkungen geben, wie z. B. spezielle Optimierungen, bei der die Füllungen den Zähnen farblich haargenau angeglichen werden. Da solche Anpassungen nicht notwendig sind, handelt es sich hierbei gegebenenfalls um Mehrkosten, die der Patient tragen muss. Keramikfüllungen und Goldfüllungen sind sehr lange haltbar, aber auch mit einem sehr hohen Eigenanteil verbunden. Auch für Inlays kommt die Kasse nicht auf.

Entscheidet sich der Patient für eine Füllung, die gesetzlich über die notwendige Versorgung hinausgeht, schließt er mit dem behandelnden Zahnarzt eine Mehrkostenvereinbarung ab. Die Kosten für den Mehraufwand trägt dann der Patient. Die restlichen Kosten, die sich auch bei einer Standartfüllung ergeben würden, bezahlt weiterhin die Kasse.


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