Brackets

Brackets sind im System Zahnspange eines von zwei zentralen Elementen. Das andere sind die Bögen und Drähte, die in die Brackets eingespannt werden. Zusammen sorgen Bögen und Brackets dafür, dass die so behandelten Zähne langsam aber sicher in eine neue Position gebracht werden. Diese Art der Zahnkorrektur durch eine feste Zahnspange ist sehr effektiv aber bei den vielen der vor allem jugendlichen Patienten eher unbeliebt. Der Grund sind optische Begleiterscheinungen durch die Brackets. Unser 11880.com-Zahnarzt-Ratgeber sagt Ihnen, wie Brackets funktionieren und welche Optionen es in diesem Bereich gibt.

Was sind Brackets?

Brackets
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Rein mechanisch gibt es jedenfalls keine andere Option als Brackets für eine feste Zahnspange mit Drähten und Bändern. Für deren sichere und dauerhafte Befestigung sind die Brackets nämlich unerlässlich. Als Haltevorrichtungen werden Brackets zu Beginn der Behandlung auf die Zähne aufgebracht. Dazu wird spezieller Kleber verwendet und die Zähne müssen angeätzt werden. Anschließend werden die Drähte zwischen den Brackets gespannt. Je nach Ausrichtung der Slots in den Brackets verläuft die Richtung des darin gespannten Drahts und somit die Richtung, in die der entsprechende Zahn bewegt wird. Nach durchschnittlich 1 ½ Jahren ist eine solche Behandlung abgeschlossen, bei Erwachsenen kann es auch noch länger dauern.

Die Bestandteile einer festen Zahnspange:

  • Slot: Schloss und Schiene für Drähte
  • Ligaturen: Befestigung des Drahts an den Brackets
  • Flügel: Halterung für Ligaturen
  • Basis: Zur Befestigung am Zahn
  • Bögen: Verbindungselemente zwischen den Brackets

Hinzu kommen bei speziellen Fällen auch Gummizüge (befestigt an Brackets mit Haken) oder Federn (hier brauchen Brackets einen zweiten Slot) oder Metallbänder für eine erhöhte Stabilität oder die Befestigung von speziellen Apparaturen wie z.B. Head-Gear daran zu befestigen.
Nicht alle Brackets arbeiten mit Ligaturen zur Halterung des Drahts. Manche nutzen auch Pins oder sind selbstligierend, kommen also ohne zusätzliche Halterung aus.

Wie werden Brackets angebracht?

Brackets sind meist auf der Rückseite mit einer feinen Gitterstruktur versehen, damit sie besser auf dem Zahn haften. Die Gitterstruktur allein reicht jedoch noch nicht, um die Brackets am Zahn zu befestigen. Dieser muss nämlich zunächst mit einem speziellen Gel angeätzt werden. Dabei wird der Zahnschmelz aufgeraut und das Bracket hält auf der angerauten Oberfläche besser. Schließlich erfolgt die Anbringung der Brackets auf den Zähnen mit einem Spezialkleber sowie einer Positionierungszange.

Die Position der Brackets

Hierbei handelt es sich um eine ganz besondere Zange, die speziell für die Kieferorthopädie entwickelt wurde. Sie sorgt dafür, dass die so wichtige Positionierung der Brackets exakt erfolgt. Dies ist deshalb so wichtig, weil hier maßgeblicher Einfluss auf die spätere Wirkung des Bogens genommen wird. Die Position der Brackets entscheidet nämlich über die vorgenommene Zahnbewegung und muss für das gewünschte Ergebnis unbedingt exakt erfolgen.

Was passiert auf den Brackets?

Bis der Spezialkleber getrocknet ist, kann der Zahnarzt noch geringfügige Korrekturen an der Positionierung der Brackets vornehmen. Danach sitzen diese aber fest und der Draht der Zahnspange kann eingesetzt werden. Dies erfolgt jeweils und auf jedem Bracket mittels Gummiringen, Elastics oder Ligaturen, die den Draht in Position halten und dafür sorgen, dass er nicht verrutschen kann. Nach dem Einbau des Drahts an allen Brackets ist die Zahnspange fertig und die Zahnkorrektur beginnt.

Die ersten Tage nach der Behandlung

Der Eingriff stellt eine Belastung für Ihre Zähne und Ihr Gebiss dar, aber auch die nun folgenden Zahnbewegungen können in den ersten Tagen für Zahnschmerzen beim Kauen sorgen. Zudem können der Draht und die Brackets zu Beginn wunde Stellen im Mund verursachen, da die neuen Elemente auf den Zähnen eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen. Als Gegenmaßnahme bietet sich ein Wachsüberzug an oder der Kieferchirurg muss verletzende Stellen abfeilen, um weitere Wunden zu vermeiden.

Mögliche Risiken durch Brackets:

Der Einsatz von Brackets ist in der Regel nur mit einem sehr geringen Risiko einhergehend. Trotzdem können im weiteren Verlauf und Gebrauch der Brackets folgende Szenarien auftreten:

  • Empfindliche Zahnhälse
  • Brackets falsch positioniert und damit ungewollte Zahnbewegung
  • Einatmen oder Verschlucken von Brackets
  • Karies unterhalb des Brackets

Welche Bracket-Typen gibt es?

Die typischen und am meisten genutzten Brackets bestehen aus rostfreiem Edelstahl. Es gibt aber auch Brackets aus Titan, Keramik, Gold oder Komposit. Metallbracktes sind eigentlich als Standardvariante eine gute Lösung, da sie sehr robust und lange haltbar sind. Vor allem aus kosmetischen Gründen tendieren aber viele Patienten eher zu weniger sichtbaren Alternativen. Hier kommen dann die Keramik-Brackets ins Spiel, die zahnfarben und somit nahezu unsichtbar gestaltet werden können.

Unsichtbare Zahnspange

Unsichtbarkeit ist auch das Stichwort bei einer weiteren Alternative zur herkömmlichen festen Zahnspange. Die unsichtbare Zahnspange arbeitet vom Prinzip her genauso, tut dies aber auf der Rückseite der Zähne. Das heißt, die Brackets werden nicht auf der sichtbaren Frontseite aufgesetzt, sondern hinten, wo sie dementsprechend nicht sichtbar sind. Da dies eine kosmetisch motivierte Sonderbehandlung, bzw. Sonderleistung ist übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die unsichtbare Zahnspange nicht. Bei privaten Krankenkassen kann das anders aussehen und viele Zahnarztpraxen oder Zahnkliniken bieten auch Ratenzahlungen an.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen in der Regel nur Behandlungen zur Zahnkorrektur nur, wenn diese durch den Zahnarzt auch als notwendig attestiert wird. Die Schwere der Fehlstellungen wird durch die fünf kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) beziffert. Erst bei den Gruppen 3 – 5 zahlen die Krankenkassen dazu. Sonderleistungen wie etwa Lingualbrackets bei einer unsichtbaren Spange oder auch Brackets aus Keramik werden ebenfalls nicht von gesetzlichen Krankenassen übernommen.


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